Ist mir egal, ich ess das jetzt einfach


10. Februar 2014, kurz vor neun Uhr abends

Tag 501: VFY - 10%

Die ersten sechs Tage Vegan for Youth liegen fast hinter mir. Updates gibt es dieses Mal immer in diesem Rhythmus.

Essen

0%

Wie angekündigt ging es am Mittwoch los. Leider hatte sich der ein oder andere Lieferant verspätet, deshalb gab es keinen VFY-Juice. Einen Entsafter habe ich mir aber bereits besorgt. Und nach dem aufbauen weiß ich auch, warum Sandra meinte, man müsse dafür Platz in der Küche schaffen. Ja, klein ist anders.

1,6%

Ein neues Frühstück gab es auch nicht. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass man die Rezepte aus Vegan for Fit auch mit reinmischen kann, eine Anfrage in der Facebook-Gruppe blieb aber unbeantwortet. Gefühlt war die Vegan-for-Fit-Gruppe aktiver, aber das ist nur so ein erster Eindruck. Auf jeden Fall blieb daher alles beim Alten: Breakfast-Crunch mit Sojamilch.

Zum Mittagessen stand dann das erste Rezept aus dem neuen Buch auf dem Programm: Auberginentanker „Italian Sun”. Das ging gut von der Hand, ich hab ja Übung mit den Auberginenschiffchen Mexican. Aber Broccoli gab es keinen dazu. Der lag nämlich zu Hause im Kühlschrank. Zwischen zwei Küchen pendeln ist manchmal irgendwie blöd. Dadurch konnte ich aber die Tanker noch mal zum Überbacken in den Ofen stecken, ich finde das irgendwie komisch, dass die Mandelcreme bei diesem Rezept nicht mehr überbacken wird.

Auberginentanker „Italian Sun”
Auberginentanker „Italian Sun”

Fazit: Super. Die Tanker wird es zukünftig öfter geben.

3,3%

Ich kann mich nicht erinnern, jemals in meinem Leben Reis gekocht zu haben. Die Lycopin-Reisbowl sollte also eine echte Premiere werden. Zur Sicherheit habe ich den Kollegen gefragt, wie viel Wasser ich denn nehmen soll. Der hat schließlich mal Koch gelernt. Prompt ist mir der Reis natürlich angebrannt weil es dann doch zu wenig Wasser war. Kollegin hat das dann noch gerettet und ich musste nicht noch mal Reis kochen.
Davon ab: Ist das ein geiles Gericht. Das gibt's auf jeden Fall öfters (und an dem Tag wusste ich noch nicht, wie schnell das sein wird).
Immer wieder fasziniert bin ich ja, wie intensiv auch kleinste Prisen Kurkuma beispielsweise den Reis färben.

Ich tu mir übrigens schwer, die Fragen der Kollegen zu beantworten, was es denn heute gibt. Die Namen im Buch sind nämlich eher bescheuert.

Lycopin-Reisbowl
Lycopin-Reisbowl

Fazit: Bombastisch. Könnte ich jeden Tag haben.

5%

Vollkornreis-Spaghetti. Was es nicht alles gibt. Aber nicht beim denn's. Auch dafür müsste mal wieder das Internet herhalten. In anderen Worten heißt das aber auch: Schon wieder Reis. Heute die Carotinoid-Pasta.

Nach über einem Jahr Zucchini-Spaghetti hab ich mir mit eher normalen Nudeln schwer getan. Sie sind dann auch nicht al dente sondern eher al appiccicosa geworden. Ich hab den Kollegen (ja, der mit dem Reis) noch gefragt wie man relativ schnell Karotten würfelt. In Streifen schneiden, die Streifen dann noch mal dritteln und dann Würfel produzieren hat gut funktioniert. Von der Soße war eher wenig zu sehen. Meiner Meinung nach ist da auch zu wenig Wasser im Rezept angegeben, um da auch nur annähernd eine Soße hinzubekommen. Vom Broccoli ist übrigens auch nichts zu sehen. Der lag nach wie vor im falschen Kühlschrank.

Carotinoid-Pasta
Carotinoid-Pasta

Fazit: Brauchbar. Spaghetti optimierungsbedürftig.

6,6%

Da noch eine Website fertig werden musste (und auch fertig geworden ist) war ich Samstag im Büro. Macht ja weiter nichts, meine halbe Küche ist ja eh dort. Vom ersten Tag waren noch Kichererbsen übrig, daher sollte es heute Auberginen-Lasagne „Red Beet” geben. Vorsichtshalber habe ich das Rezept aber erstmal durchgelesen. Bei »alles in den Mixer geben« dämmerte mir, dass der in der falschen Küche steht. Naja, nicht weiter schlimm. Dann eben morgen Lasagne und heute Ofenkartoffel 2.0. Doch auch der Tofu in diesem Rezept würde gern ein bisschen im Mixer Kreise drehen. Beim Blick in den Kühlschrank lachten mich dann auch nur noch die Reste der Reisbowl an. Gerade noch genug, um eine weitere Reisschüssel zu machen. So schnell hatte ich das wirklich nicht geplant.

Reisbowl
Reisbowl. Again.

Die Kollegin, die uns samstags immer bei der Buchhaltung unterstützt, meinte aber, dass es total lecker riechen würde und ich doch beim nächsten Mal bitte eine Portion mehr kochen soll.

Fazit: So wörtlich hatte ich das mit „jeden Tag” nicht gemeint.

8,3%

Sonntag morgen. Erstmal ein neues Frühstück, nachdem ich für den Selen-Crunch mittlerweile alles außer der Vanille im Haus habe. Der ist nicht schlecht, die Paranüsse aber nicht wirklich zu schmecken, da ich die etwas zu klein gehackt habe. Das kommt davon, wenn man den Ferrari unter den Mixern sein eigen nennt. Durch den Zimt hat er was leicht weihnachtliches. Nicht, dass ich das schlecht finden würde, aber eventuell gibt sich das, sobald ich die Vanille auch da habe.

Selen-Crunch
Selen-Crunch

Fazit: Neues Standard-Frühstück, wenn auch nicht ganz so knusprig wie der Breakfast-Crunch aus Vegan for Fit.

Beim Nachordern der Braunhirse-Flakes habe ich dann erstmal den Shop vom Reformhaus leergekauft. Wo anders scheint man diese nicht zu bekommen.

Von dort habe ich übrigens auch das Acai-Pulver für den VFY-Juice. Und der stand dann als nächstes auf dem Programm. Ich hab geschlagene 30 Minuten gebraucht, um mir 300 Milliliter Saft zuzubereiten! Und dann ist der auch nicht unbedingt so, dass er mich absolut vom Hocker hauen würde.

Wer sich übrigens für den Entsafter mit dem leicht zu merkenden Namen Philips HR1869/01 das mit der Reinigungszeit von einer Minute ausgedacht hat, der möchte mir das bitte mal vormachen. Kann eigentlich gar nicht funktionieren. Insgesamt ist das Reinigen des Entsafters aber doch sehr durchdacht.

VFY-Juicy
VFY-Juice

Fazit: Wenn's wach macht…

Kein Bock mehr auf Kochen. Da kam mir das dafür passende Rezept aus Vegan for Fit gerade recht: Kürbis-Pommes. In Streifen schneiden, würzen, schütteln, nach 15 Minuten aus dem Ofen nehmen. Passt.

Kürbis-Pommes
Kürbis-Pommes

Fazit: Immer wieder einfach, immer wieder gut.

10%

Und wieder 30 Minuten Saft zubereitet. Well, das wird hoffentlich noch besser. Beim Selen-Crunch bleib ich erst mal. Dafür mussten jetzt die Kichererbsen endlich mal weg (und der Mixer die Küche wechseln).

Beim Zubereiten der Auberginen-Lasagne „Red Beet” ist mir aufgefallen, dass das Kichererbsenpüree gar nicht warm gemacht wird. Das liegt vermutlich an der Roten Beete, die als Topping drauf kommt und die den Ofen vermutlich nicht gut überstehen würde. Ich mag aber keine Rote Beete (ließ: ich hab sie noch nie probiert, habe aber eine angeborene Abneigung zu diesem Gemüse). Also hab ich die weggelassen, das Püree aber trotzdem nicht warm gemacht. Es sieht ein wenig aus wie Senf und schmeckt wie Falafel-Püree. Mit Senf und Falafel kann ich ganz gut leben. Mit dieser Lasagne nicht.

Auberginen-Lasagne „Red Beet”
Auberginen-Lasagne „Red Beet“

Fazit: Die gab's das erste und letzte Mal.

Trinken

Matcha. Attilas Lieblingsgetränk. Bei Vegan for Fit habe ich ja noch den Matcha-Verweigerer gegeben, da ich kein Koffein zu mir nehmen wollte. Nachdem das die letzen Wochen und vor allem im Urlaub aber eh nicht mehr so genau genommen wurde habe ich mich diesmal erweichen lassen und beim Teespeicher Matcha und einen Matchabesen bestellt.
Wer die gleiche Idee hat: Bestellt gleich das das Einsteigerset. In der IKEA-Schale hab ich es nicht mal geschafft, den Matcha mit dem Besen klumpenfrei zu bekommen, geschweige denn hat er auch nur ansatzweise geschäumt. Seit ich eine richtige Matcha-Schale habe (seit heute, um genau zu sein), funktioniert das aber sehr gut. Hilfreich fand ich vor allem dieses Video:

Meditieren

Man kann nur drüber meckern wenn man es auch ausprobiert hat. Mit dem Ansatz bin ich ja auch vor über einem Jahr in die Vegan-for-Fit-Challenge gegangen.

Nach sechs Tagen Meditation muss ich sagen, dass es manchmal besser und manchmal schlechter funktioniert, je nachdem wie der Tag war. Eventuell sollte ich es in die Morgenstunden verlagern. Für ein Fazit ist es auf jeden Fall zu früh. Gleiches gilt für die Qi-Übungen, die ich bislang eher falsch gemacht habe. Aber für sowas gibt's ja Videos:

Abnehmen

Auch noch zu früh. Ich bin in etwa mit dem Endgewicht der letzten Challenge gestartet und jetzt werden wir mal sehen, wohin die Reise geht.

Autor: Matthias Slovig
URL: http://istmiregalichessdasjetzteinfach.de/blog/vegan-for-youth-10
Tags: #vfy #aubergine #spaghetti #vegan-for-youth #reis #kürbis #müsli

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